WrightSocks und meine Erfahrungen

Man liest es immer wieder in den sozialen Medien, fast jeder redet von WrightSocks und wie super die doch sind. Keine Blasen mehr. Ich war lange skeptisch und dachte mir, so besonders können diese komischen Socken doch nicht sein und dann habe ich es doch einmal ausprobiert.

Nachdem ich eine längere Tour für das Wochenende vor dem 1. Mai geplant hatte, dachte ich mir, es ist ein guter Zeitpunkt diese Socken mal zu testen und selbst zu sehen, was sie können.

Gesagt, getan, also habe ich mir kurzerhand ein Paar bestellt, um es gleich auszutesten.

Der erste Eindruck

Nachdem das Paket zu Hause ankam, wurde es auch zugleich geöffnet. Nach dem ersten Begutachten merkt man direkt, dass die Socken deutlich dicker sind als andere Wandersocken. Aber es war auch direkt klar, dass es an der doppelten Lage liegt. Beim Anfassen und näherem Hinsehen fällt auf, dass sie gut verarbeitet sind und man für sein Geld, auf den ersten Blick, auch eine anständige Qualität bekommt. Außerdem fällt auf, dass es keine Beschriftung für links und rechts auf den Socken gibt, wie es bei anderen üblich ist. Zumindest habe ich keine gefunden.

Beim Anziehen der Socken merkt man direkt, dass sie stramm sitzen und sich schwieriger anziehen lassen als dünne Wander- und Trekkingsocken. Auch dies würde ich auf die Doppellagigkeit zurückführen.

Dennoch fühlen sie sich angenehm an und drücken nicht.

Die erste Wandertour

Die ersten Kilometer mit den Socken fühlen sich durchaus positiv an, es drückt und zwickt nichts, sie liegen angenehm an. Meine ersten Befürchtungen, dass man durch die 2 Lagen rutschen könnte bestätigt sich nicht.

Nach ca. 25 km machen sich so langsam die Füße bemerkbar. Ja man fühlt sogar, dass an der ein oder anderen Stelle eine Blase sein könnte. Es macht sich schon Ernüchterung breit und ich denke mir, toll die Socken sind ja doch nicht so der Bringer. Da die Wanderung noch etwas weiter ging war ja noch genug Zeit ausgiebig zu testen. Bei den Pausen unterwegs habe ich positiv festgestellt, dass die Füße und die Socken deutlich schneller trocknen als herkömmliche Wandersocken.

Das Ergebnis nach 51 km, die Füße tun weh, an vielen Stellen drückt es und abends zu Hause stellt sich heraus, dass sich doch die ein oder andere Blase eingeschlichen hat und das sogar an Stellen, wo ich sonst keine Blasen habe. Nun bestätigt sich die Ernüchterung.

Die positive Überraschung am nächsten Tag

Ich legte mich schlafen und dachte so bei mir, jetzt läuft man wieder Tage lang mit Blasen herum und muss warten bis sie verheilt sind.

Doch am nächsten Morgen kam die Überraschung, die Blasen sind alle samt deutlich kleiner geworden als es sonst der Fall ist. Die Füße schmerzen nicht mehr und man fühlt kaum noch unangenehme Druckstellen. Diese Erkenntnis stimmt mich wieder positiv, denn bei normalen Socken merke ich oft noch Tage danach die Druckstellen.

Mein Fazit

Ich habe mich lange gescheut die ca. 20€ für ein paar Wrightsocks auszugeben, doch nach den ersten Erfahrungen ist das Geld gut investiert. Sie sind wertig und gut verarbeitet. Am wichtigsten ist für mich jedoch, dass sie sich angenehm tragen und nicht drücken. Dass sie Blasen komplett verhindern konnte ich leider nicht bestätigen. Jedoch kann ich positiv vermerken, dass die Blasenbildung deutlich geringer ist als bei handelsüblichen Socken und dass diese Blasen sich schneller wieder regenerieren. Darüber hinaus ist es sehr angenehm, dass die Socken, wenn man die Füße während einer Pause lüftet, schnell wieder trocknen.