Über die Brunnsteinhütte auf den Mittenwalder Höhenweg

Tourenbeschreibung:

Nach unserer Hochzeit nutzen wir die Woche danach noch für kurze Flitterwochen in Mittenwald. Wir haben unteranderem eine Tagestour über den Mittenwalder Höhenweg geplant.

Der Weg zur Brunnsteinhütte

Am 26.07.2017 nach einem ausgewogenen Frühstück bei Fam. Brummer, gehen wir morgens los, zum Fuße des Karwendels. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Ortsausgang von Mittenwald, wo auch schon unser erstes Etappenziel ausgeschildert ist.

Das erste Ziel ist die Brunnsteinhütte oberhalb von Mittenwald. Dorthin gibt es zwei Wege. Man kann zunächst durch das Tal weiter in Richtung österreichische Grenze folgen und anschließend zur Hütte aufsteigen oder man folgt dem Bergkamm hinauf in Richtung Hütte. Wir entscheiden uns für die zweite und anspruchsvollere Variante.

Nachdem wir Mittenwald verlassen haben, führt uns der Weg eine ganze Zeit lang durch den Wald, auf schmalen Pfaden, stetig Bergauf. Zwischen den Bäumen kann man immer wieder, durch eine Lücke, die Aussicht über das Tal genießen. Je höher wir kommen, desto weiter können wir schauen. Da es die Nacht zuvor stark geregnet hat, tropfen die letzten Regentropfen von den Bäumen und sorgen für angenehme Temperaturen. Die Sonne versucht immer wieder sich durch die Wolkendecke zu kämpfen, tut sich dabei aber sichtlich schwer.

Nach längerer Gehzeit und einer kurzen Pause kommen wir von dem begangenen Pfad hinab in eine Schlucht. Hier erwartet uns eine große Hängebrücke, die uns auf die andere Seite bringt.

Hier treffen wir auf den zweiten Weg hinauf zur Brunnsteinhütte. Ab hier sind beide Wege zu einem zusammengefasst und es geht für uns auf Serpentinen hinauf zur Brunnsteinhütte. Wir quälen uns Kurve für Kurve immer weiter den Berg hinauf. Auf diesem Teilstück hat man durch die dichten Bäume um einen herum kaum Aussicht und es geht eher langweilig auf eine geschotterten Weg zur Hütte.

Irgendwann tauchen die ersten Schilder auf, die darauf hinweisen, dass in diesem Gebiet freilaufende Tiere sind. Kurz darauf können wir erste Teile der Hütte über uns erkennen. Ein paar Gehminuten später stehen wir dann vor der Brunnsteinhütte. Diese nutzen wir zugleich zur Einkehr und trinken eine Kleinigkeit, genießen die schöne Aussicht und Judith bewundert die freilaufenden Tiere an der Hütte.

Der Weg zur Brunnsteinscharte

Nach der Rast auf der Hütte ist unser nächstes Etappenziel die Brunnsteinscharte, von wo aus wir dann auf den Mittenwalder Höhenweg wechseln.

Der Weg von der Hütte zur Scharte stellt sich allerdings als der nervigste Teil der Route heraus. Es geht über lockeres Geröll durch Latschenkiefern wieder einmal über Serpentinen hinauf zur Scharte. Man schaut auf das Navi und sieht unzählige Kurven und Kehren die zwar nach und nach weniger werden aber dennoch endlos wirken.

Nach einiger Zeit zieht dann der Nebel aus dem Tal hinauf auf den Berg, sodass wir von Minute zu Minute immer weniger Sicht haben. Vereinzelt kommen uns ein paar Wanderer entgegen, die von der Brunnsteinscharte hinab ins Tal absteigen. Ansonsten sind wir recht alleine und einsam auf dem schmalen Pfad.

Kurz vor der Brunnsteinscharte lockert der Himmel noch einmal auf. Die Sonne ist sogar so stark, dass wir unsere Sonnenbrillen aus dem Rucksack holen.

Das Auflockern bewirkt auch, dass wir kurzzeitig noch einmal einen schönen Ausblick genießen können, bevor es später im Tagesverlauf zu gar keiner Aussicht mehr führen wird.

Angekommen an der Brunnsteinscharte sind wir erstaunt, dass wir schneller oben waren als angegeben. Wir dachten zwischenzeitig schon, wir hätten total getrödelt, weil die Serpentinen eher demotivierend waren.

Wir machen zunächst nochmal eine Pause und nutzen die Wiese an der Scharte um in Ruhe unsere Klettersteigausrüstung anzulegen. Nach der Stärkung und ein paar Fotos gehen wir in Richtung Grat und von dort den Klettersteig zu begehen.

 

Der Weg über den Mittenwalder Höhenweg

Dieser beginnt sehr leicht mit einigen kurzen gesicherten Passagen auf dem Grat.

Es wechseln sich immer wieder Geh und Kletterstellen ab.

Zwischendurch können wir noch den Ausblick in Richtung Österreich genießen, während auf der deutschen Seite der Nebel immer dichter wird.

Nach einigen Metern auf dem Steig legen wir immer wieder eine Pause ein, um die entgegenkommenden Klettersteigbegeher durchzulassen.

Als wir nach einiger Zeit ungefähr in der Mitte des Steiges angekommen sind, ist der Nebel bereits so dicht, dass die Sicht maximal noch 10 Meter beträgt,

Die Kleidung wird nach und nach feucht und uns wird immer kälter, sodass wir uns entschließen erst einmal eine längere Pause zu machen und uns etwas Wärmeres anzuziehen.

Auf dem Weg begegnen uns vereinzelt noch ein paar Leute und eine kleine Gruppe aus 2 Männern läuft nahezu parallel mit uns in Richtung Seilbahn. Sonst wirkt der Karwendel an diesem Tag wie verlassen. Das ist vermutlich an schönen Tagen nicht so und wir schieben den Umstand auf das doch eher schlechte Wetter.

Kurzzeitig lockert der Himmel noch einmal auf, sodass wir noch eine Minute Sonne genießen können.

 

Angekommen am Gatterl beschließen wir das letzte Stück bis zur Bergstation der Karwendelbahn über den Heinrich Noe Steig zu gehen, da es zunehmend schlechter wird mit dem Wetter.

Der Weg hat einige ausgesetzte Stellen, lässt sich aber auf dem Teil Stück durchaus gut gehen, sodass wir zügig vorankommen und nach ca. einer halben Stunde an der Bergstation der Karwendelbahn ankommen.

Da man durch den dichten Nebel keinerlei Aussicht ins Tal hat beschließen wir direkt die nächste Bahn ins Tal zu nehmen.

 

 

 

 

 

Fazit:

Es war eine sehr schöne Tagestour, auch wenn wir mit dem Wetter nicht ganz so viel Glück hatten und deshalb den Ausblick nicht wirklich genießen konnten.

Es war keine leichte Tour, aber sie war durchaus zu bewältigen auch wenn einem der Weg hinauf bis zum Klettersteig zwischenzeitig ewig vorkommt.

 

 

 

Überblick und Bewertung zur Tour:

Tourenlänge 15,3 km
Gehzeit 310 min
Pfadanteil / Wegbeschaffenheit ●●●●
Sehenswürdigkeiten / Ausblick ●●●●
Schwierigkeit ●●●●
Netzabdeckung ●●
Weiterempfehlung ●●●●

Informationen zu den Bewertungspunkten und Kriterien

GPS-Daten zur Tour: