Über Brettgabel aufs Hohe Brett

 Tourenbeschreibung:

Wir parken unser Auto erneut am Hinterbrand Parkplatz und starten unsere Tour von dort früh morgens. Wir nutzen den frühen Start um einige Höhenmeter zu bewältigen bis die Sonne uns erreicht.

Brettgabel

Der Weg zu unserem ersten Ziel führt vom Parkplatz direkt bergan. Zunächst gehen wir über einen breiten Forstweg, bis wir auf einen schmalen Pfad rechts in den Wald abbiegen.

Der Pfad führt uns an eine Steile Weide, an der wir über Serpentinen immer höher in Richtung Baumgrenze gehen. Dort angekommen wechselt der schmale Pfad, der bis dahin recht befestigt ist, zu einem längeren Geröllfeld.

Nach einer kurzen Pause erreicht uns an diesem Morgen das erste mal die Sonne und wir genießen einmal mehr einen grandiosen Blick ins Tal. Auf das Geröllfeld folgen ein paar leichte Kraxeleien bis wir schon unser erstes Ziel für diesen Tag entdecken. Das Gipfelkreuz der Brettgabel liegt direkt vor uns und das nehmen wir zum Anlass, ein weiteres Päuschen einzulegen.

Hohes Brett

Von der Brettgabel führt uns der Weg zunächst wieder ein kleines Stück bergab, bevor es durch einen kleinen Kamin hinauf in den Latschenkiefern „Wald“ geht.

Oben angekommen folgen wir dem Weg eine ganze Zeit lang durch die Latschenkiefern. Wir passieren immer wieder kleinere Schneefelder, die sich im Schatten der Kiefern noch gut gegen die Sonne behaupten können. Nachdem wir den Bereich der Kiefern verlassen haben, stehen wir auf freiem Feld vor uns das Hohe Brett. Noch sieht es endlos aus. Ein kleiner Pfad weist uns den Weg hinauf. Wir trotten den kleinen Pfad Meter für Meter bergauf, die Sonne dabei im Nacken. Immer wieder kommen wir über kleine Schneefelder und an ein paar Felsen, die es zu „beklettern“ gilt. Auf ungefähr der Hälfte des Weges gabelt sich der Pfad. Ein Teil der Strecke führt zum Jägerkreuz, der andere Teil direkt auf den Gipfel. Wir nehmen den direkten Weg, auch wenn er steiler ist.

Auf diesem Weg werden die Schneefelder mit der zunehmenden Höhe auch immer Größer, aber auch der Ausblick wird immer besser. Man kann, bedingt durch das schöne Wetter, an diesem Tag weit blicken. Ganz klein kann man am Obersalzberg die Busse sehen, die Richtung Kehlsteinhaus fahren. Irgendwann können wir das Gipfelkreuz sehen. Von dort sind es nur noch ein paar Gehminuten, bis wir oben ankommen.

Nun nutzen wir den genialen Ausblick erst einmal für eine ausgiebige Pause.

 

Abstieg zur Mittelkaseralm

Nachdem wir uns gestärkt haben und einige Fotos im Kasten sind, treten wir den Weg hinab zum Jägerkreuz an. Dieser führt uns über Serpentinen aus Geröll bergab. Ab hier fällt auf, dass der Weg sehr gut markiert ist. Beim Aufstieg haben wir uns eher auf das Navi und die Orientierung verlassen, da der Weg eher schlecht bis gar nicht markiert ist.

Angekommen am Jägerkreuz stellt uns der Weg vor eine kleine Herausforderung. Dort wo wir eigentlich hinunter gehen sollen, befindet sich noch ein dickes Schneebrett. Am Rande dieses Bretts hat sich ein kleiner Schmaler Pfad gebildet, der direkt am Fels bergab führt. Nun heißt es also Klettern. Unten angekommen, gehen wir wieder auf dem normalen Pfad an einigen Seilsicherungen unterhalb der Felswand entlang.

Nach einigen Minuten stoßen wir auf das nächste Hindernis. Der Weg führt über ein steil abfallendes Schneefeld, am Fuße steht bereits ein anderer Bergsteiger, der versucht dort hinauf zu kommen. Wir entschließen uns das Feld zu umklettern und einige Meter weiter hinten am Berg abzusteigen. Unterhalb des Schneefeldes erreichen wir wieder den markierten Pfad und folgen diesem über Geröll und kleinere Felsen hinab ins Tal.

An einer Weggabelung entscheiden wir uns nicht über das Carl-von-Stahl-Haus und den Jennergrad zur Mittelkaseralm zu gehen, sondern dem direkten Weg zu folgen. Somit geht es über Serpentinen und Geröll immer Richtung Mittelkaseralm. Das Ziel immer im Blick wird es von Minute zu Minute wärmer, sodass wir kurz vor der Alm an einem kleinen Bergbach, der kühl durch die Schneeschmelze ist, halt machen und eine kurze Rast einlegen. Auf dem letzten Stück zur Mittelkaseralm durchqueren wir noch einige Latschenkiefern, die weit in den schmalen Pfad hineinragen.

 

Zurück zum Auto

Von der Mittelkaseralm nutzen wir den gleichen Weg, den wir auch beim Abstieg vom Jenner Gipfel gegangen sind. Dieser führt uns zunächst über einen breiten geschotterten Weg talabwärts, bis wir nach einer Kehre einem schmalen Feldweg folgen. Am Ende des Feldwegs geht es über Serpentinen am Rande der Skipiste hinab in Richtung Mittelstation der Jennerbahn. Von dort ist es nur noch ein kurzer Weg durch den Wald zurück zum Auto auf dem Hinterbrand Parkplatz.

 

Fazit:

Es war eine anstrengende Tour, die viele Überraschungen und Unwegsamkeiten mit sich brachte. Jedoch waren die Weitsichten, Ausblicke und Eindrücke überwältigend. Trotz der Anstrengungen lies sich die Strecke gut bewältigen und der frühe Start, bevor die Sonne scheint, war eine gute Entscheidung.

 

Überblick und Bewertung zur Tour:

Tourenlänge 12,8 km
Gehzeit 330 min
Pfadanteil / Wegbeschaffenheit ●●●●
Sehenswürdigkeiten / Ausblick ●●●●
Schwierigkeit ●●●●
Netzabdeckung ●●
Weiterempfehlung ●●●●

Informationen zu den Bewertungspunkten und Kriterien

GPS-Daten zur Tour: