Lahn-Dill Berglandpfad Extratour Haubergstour

Tourenbeschreibung:

Am 05.05.2017 fahren wir morgens nach Haiger-Weidelbach. Dort parken wir am Dorfgemeinschaftshaus und starten unsere Tour auf eine weitere Lahn-Dill Berglandpfad Extratour.

Das Tagesziel ist die 19,2 km lange Haubergstour.

 

Der Wegeverlauf

Der Weg geht zunächst einige Meter durch das Dörfchen Weidelbach, bevor wir zur ersten Steigung einen Feldweg hinaufgehen. Oben angekommen können wir den ersten Ausblick des Tages über das Lahn-Dill Bergland genießen. Wir folgen nach kurzer Rast und Ausblick dem Weg weiter, der uns nun über Feld und Forstwege zu den ersten Haubergen führt.

 

Es wird schnell klar, woher diese Tour ihren Namen hat. Man kann weit sehen und rund um einen herum sieht man Hauberge.

Nachdem wir bereits einige Zeit unterwegs sind, führt uns der Weg über schmale Pfade durch den Wald in Richtung Wissenbach. Kurz vor dem Wissenbacher Sportplatz passieren wir das Forsthaus und kämpfen uns einen weiteren Anstieg hinauf, bis wir einen schönen Ausblick ins Tal genießen können.

Nach einem kurzen Stück asphaltierter Straße geht es zurück in den Wald, wo auch kurze Zeit später wieder zahlreiche Hauberge und schöne Weitblick folgen. Wir schlängeln uns bergauf und bergab immer weiter auf dem Rundweg, lassen Eibelshausen hinter uns, streifen den Rothaarsteig und erreichen schließlich die Köhlerhütte oberhalb von Eibelshausen.

Von hier geht es auf den letzten Anstieg, bevor wir die Landstraße L3044 zwischen Weidelbach und Ewersbach kreuzen. Nach der Landstraße sind es nur noch wenige Gehminuten vorbei an weiteren Haubergen und durch das Wohngebiet von Weidelbach zurück zu unserem Auto.

Der Hauberg

Hauberge sind typisch für das Lahn-Dill Bergland und das angrenzende Siegerland, allerdings im Rest von Deutschland eher unbekannt.

Hauberge dienen in der ersten Linie der Brennholzbeschaffung und der Holzkohleproduktion. Sie gehören Genossenschaften und unterliegen der Haubergsordnung. Die Anteile des Haubergs werden unter den Genossenschaftsmitgliedern verteilt und von diesen bewirtschaftet.

Hauberge bestehen zumeist aus Eichen und Birken, die einen Wachstumszyklus von 16 bis 20 Jahren haben. Das heißt im Rhythmus von ca. 20 Jahren werden die Bäume geschlagen und das Holz weiterverarbeitet. Dieser Hintergrund zeigt auch, dass eine Genossenschaft somit viele Haubergsbereiche benötigt, da die Wachstumszeit bis zum nächsten Kahlschlag in anderen Bereichen des Haubergs überbrückt werden muss.

Durch diese Tatsache zeigt sich auch die Charakteristik der Haubergsregionen. Es gibt zahlreiche Hänge, an denen sehr viele niedrig gewachsene Eichen und Birken zu sehen sind oder eben auch Stellen, die vor kurzem erst kahlgeschlagen wurden.

Fazit:

Die Tour bietet keine herausragenden Highlights. Besticht jedoch durch die zahlreichen Hauberge und unzählige schöne Ausblicke über die Täler des Lahn-Dill Berglandes. Landschaftlich hebt sich die Strecke an manchen Stellen von anderen Gebieten des Lahn-Dill Kreises ab, sodass es trotzdem auf dem Weg immer abwechslungsreich ist.

Überblick und Bewertung zur Tour:

Tourenlänge 19,2 km
Gehzeit 225 min
Pfadanteil / Wegbeschaffenheit ●●●
Sehenswürdigkeiten / Ausblick ●●●
Schwierigkeit ●●
Netzabdeckung ●●
Weiterempfehlung ●●●

Informationen zu den Bewertungspunkten und Kriterien

GPS-Daten zur Tour: