Klettersteig Calmont

Tourenbeschreibung:

Am 22.04.2017 geht es morgens früh direkt in Bremm an der Kirche los. Wir stellen unser Auto ab, schnüren unsere Wanderschuhe und los geht es in die Weinberge. Unser erstes Ziel für diesen Tag ist das Gipfelkreuz.

Der Weg zum Gipfelkreuz und zum Klettersteig Einstieg

Zügig geht es bergauf durch den Camont, einer der steilsten Weinberge der Erde. Auf dem Weg nach oben wird die Aussicht immer besser, das kleine Örtchen Bremm wird immer kleiner und die Moselschleife zeigt sich in ihrer ganzen Pracht.

Oben angekommen genießen wir erst einmal die Ruhe und den Ausblick am Gipfelkreuz, bevor es weiter in Richtung Ediger-Eller geht. Dort liegt unser eigentliches Tagesziel, der Einstieg zum Calmont Klettersteig.

Der Weg führt uns vom Gipfelkreuz über den Bergkamm, vorbei am gallorömischen Bergheiligtum, einem Tempel, der im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut wurde. Heute steht dort eine Nachbildung, die neben einer Ausgrabungsstädte mit alten Mauerresten liegt. Auf dem weiteren Wegeverlauf gibt es immer wieder Aussichtspunkte, die einen super Blick über das Moseltal, die Moselschleife und Bremm zulassen.

Kurz vor Ediger-Eller steigen wir über eine kleine Schutzhütte am Berg ab, zur Todesangst, einem Felsvorsprung, auf dem eine Fahne steht. Nach ein paar Fotoaufnahmen führt uns ein kleiner Pfad hinab zum Calmont Klettersteig.

Der Weg über den Calmont Klettersteig

Angekommen am Klettersteig gehen wir diesen von Edinger-Eller aus zurück nach Bremm. Zu Beginn muss man, glaube ich, dazu sagen, dass der Begriff Klettersteig etwas irreführend ist. Der Weg ist nicht mit einem Klettersteig, wie man ihn aus den Alpen kennt vergleichbar und NEIN man benötigt wirklich kein Sicherungsset. Genau genommen ist der Weg ein schöner schmaler Pfad, der mit teils ausgesetzten Stellen und auch mal mit Leitern und Tritten durch den Weinberg führt. Kein Klettersteig? Nein, das heißt aber auch nicht, dass es ein normaler Wanderweg ist. Durch die ausgesetzten Stellen ist trotzdem Vorsicht geboten und man muss schauen wo man hintritt. Festes Schuhwerk und gute Kondition sind Voraussetzung. Zudem sollte man besonders in den Sommermonaten viel Flüssigkeit einpacken, da es am Weinberg mitunter sehr warm werden kann.

Aber nun weiter zum eigentlichen Weg. Wir folgen dem Pfad entlang durch den Weinberg, dabei begegnen uns immer wieder kleine Hütten, in denen gerade Weinproben stattfinden. Auf dem Pfad geht es zunächst über ein paar ausgesetzte, felsige Stellen, bis wir zur ersten gesicherten Passage gelangen. An einem kurzen, steil abfallenden, felsigen Teil befindet sich ein Drahtseil in der Wand, an dem man sich festhalten kann. Ein paar Meter später folgt eine kurze Leiter, die es zu erklimmen gilt. Daraufhin folgen noch ein paar Eisentritte und felsige Stellen, die sich mit dem normalen Pfad abwechseln.

Da vor uns eine größere Jugendgruppe den Weg begeht, haben wir durch die daraus resultierende Wartezeit, mehr als genug Möglichkeiten, die schöne Aussicht über das Moseltal zu genießen. Diese Stimmung wird leider nur durch die gelegentlichen Regenfälle getrübt.

Am Ausgangspunkt in Bremm angekommen stellen wir fest, dass der Klettersteig relativ kurz war und es im Vergleich zum Boppard Klettersteig sehr wenige Klettersteigpassagen gibt.

Fazit:

Der Aufstieg zum Gipfel ist steil und schweißtreibend, jedoch lohnt er sich, nicht nur allein wegen der Aussicht, sondern auch wegen dem Weg durch die Weinberge. Der Weg über den Kamm ist angenehm zu gehen und bringt immer wieder neue Möglichkeiten einen schönen Ausblick ins Tal zu erhaschen. Ein wenig enttäuschend fanden wir den Klettersteig. Wenn man echte versicherte Klettersteige kennt und mag, ist dieser eher ein normaler Wanderweg. Für Wanderer ist es eine schöne Abwechselung zu den normalen Wanderwegen.

Überblick und Bewertung zur Tour:

Tourenlänge 6,6 km
Gehzeit 110 min
Pfadanteil / Wegbeschaffenheit ●●●●
Sehenswürdigkeiten / Ausblick ●●●●
Schwierigkeit ●●●
Netzabdeckung ●●●
Weiterempfehlung ●●●●

Informationen zu den Bewertungspunkten und Kriterien

GPS-Daten zur Tour: