Die Eiskapelle und der Rinnkendlsteig am Königssee

Am 19.07.2016 bricht unser letzter Urlaubstag an. Wir starten morgens recht früh, parken in Schönau, um mit dem ersten Boot um 8:00 Uhr über den Königssee nach Salet zu fahren. Während der Überfahrt in dem elektrisch betriebenen Boot, erhalten wir allerhand Informationen zum See und seiner Umgebung. Unteranderem, dass private Bootsnutzung und sonstige Wassersportarten auf dem See untersagt sind, Ausnahme ist das Schwimmen. Auch die Sage über die Watzmannfamilie wird erläutert.

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Auf halber Strecke bekommen wir das Echo an der sogenannten Echowand mit Hilfe eines Flügelhorns demonstriert.

In Salet genießen wir die Morgenstunden am Obersee, über den noch ein Hauch von Nebel liegt und diesem Ort etwas mystisch-magisches verleiht.

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Wir fahren nach diesem Moment der Ruhe zurück nach St. Bartholomä, wo die Tourismusmassen inzwischen erwacht sind und es recht überlaufen wirkt. Zügig beginnen wir den Weg in Richtung Eiskapelle, die am Fuße der Watzmann Ostwand liegt, um dem Trubel zu entfliehen.

Serpentinenartig geht es den Wald hinauf, vorbei an einer kleinen Kirche, bis wir die Menschenmassen kurz vor der Eiskapelle wiedertreffen. Einige Schilder, die davor warnen den Weg weiterzugehen begegnen uns. Vor uns erstreckt sich ein Weg aus Felsbrocken und rauem Gelände. Wir überqueren den Eisbach und folgen den wenigen Wanderern, die den Weg weitergehen.

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An der Eiskapelle angekommen, sinken die Temperaturen merklich. Wir klettern über einige Felsbrocken, um einen Blick in die Kapelle werfen zu können. Eine majestätische Höhle baut sich vor uns auf. Bei 30°C am Tag, ist diese eine willkommene Abkühlung.

Da wir den Weg nach Schönau über den Rinnkendlsteig begehen wollen, halten wir uns nicht länger auf und beginnen den Rückweg zum Ufer des Königssees.

Im Touristentrubel in St.Bartholomä angekommen, folgen wir dem AV-Weg 443 in den Wald, wieder serpentinenartig führt der Weg über mehrere Kilometer hinauf. Zwischen den Bäumen erhascht man immer wieder schöne Ausblicke auf St. Bartholoma und den See. Nach dem Waldabschnitt folgen einige Passagen die mit Metalltritten und Drahtseile gesichert sind, ebenso wie Holzleitern und -Stege.

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So führt der Weg weiter bergauf auf schmalen Pfaden über Felsen und Baumstämme.

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An einer Kreuzung machen wir einen kurzen Abstecher zu einem Aussichtspunkt. Der Weg zurück nach Schönau führt ab dort über breite Wege steil bergab.

Endlich wieder am See angekommen sind wir froh, dass der Weg jetzt wieder gerade geht. Am Auto werden erstmal die Wanderschuhe in bequeme Sportschuhe getauscht und die Heimreise langsam angetreten.