Der Urwaldsteig am Edersee

Nachdem wir im Frühjahr schon einmal am Edersee waren, als er nicht viel Wasser führte, entschlossen wir uns am 13.11.2016 nocheinmal dort hinzufahren um uns noch die Aseler Brücke anzusehen und etwas zu wandern.

Früh morgens setzten wir uns ins Auto und fahren also an den Edersee. Dort angekommen ist unser erstes Ziel direkt die Aseler Brücke, wo zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel los ist. Wir gehen von dem Fähranleger über den fast ausgetrockneten Grund des Sees. Durch die Kälte an diesem und den vergangenen Tagen ist das restliche Wasser, welches sich in Pfützen gesammelt hat teilweise gefroren und knirscht unter den Füßen. An Stellen, wo das Wasser noch etwas mehr ist, ist es allerdings an diesem Tag auch noch sehr matschig.

Nach einigen Minuten Fußmarsch erreicht wir die versunkene Brücke, unter der nur ein kleines Rinnsal hindurch fließt.

Da wir an diesem Tag noch etwas mehr geplant haben und es auf Grund der Jahreszeit nicht mehr ganz so lange hell ist abends, entschließen wir uns dazu, uns nicht länger an der Brücke aufzuhalten, sondern den Rückweg in Richtung Auto anzutreten.

Wieder an der Straße angekommen sind wir schon mal gut eingematscht an Hosen und Schuhen, so dass wir uns um das dreckig werden an diesem Tag keine Gedanken mehr machen müssen.

Als nächstes Ziel steht nun vor der Wanderung noch das Staumauermodell auf dem Plan. Dort angekommen müssen wir allerdings feststellen, dass wieder einmal weit und breit keine Parkmöglichkeit zu finden ist, da die mittlerweile deutlich zugenommene Besucherzahl bereits alle Parkmöglichkeiten in Anspruch genommen hat.

Damit wir unsere Wanderung noch möglichst im Hellen und entspannt schaffen, entscheiden wir uns nicht weiter nach einem Platz für unser Auto zu suchen, sondern weiter in Richtung Staumauer zu fahren.

Dort packen wir unsere Wandersachen und starten unsere Tour in Richtung Schloss Waldeck immer am Ufer entlang.

Nach anfänglichen Motivationsproblemen auf Grund des eisigen Windes, überwinden wir den inneren Schweinehund und kommen zügig voran.

Eine ganze Weile folgen wir dem befestigten Weg am Ufer entlang der Straße, bis wir in den Wald abbiegen und den Aufstieg zum Schloss Waldeck beginnen. Hier angekommen genießen wir ein wenig den Ausblick und die Ruhe, da an diesem Tag recht wenig im Schlosshof los ist.

Im Anschluss führt uns der Weg zum Startpunkt des Urwaldsteigs, der uns zurück zum Auto bringen soll. Dabei folgen wir auch einem Großteil der Kanzelroute, da die Wegführung auf weiten Teilen die gleiche ist.

Zu Beginn des Weges, direkt hinter dem Parkplatz unterhalb des Schlosses, befindet sich schon der erste Aussichtspunkt, bevor es auf einem schmalen Pfad vorbei an Gärten und Häusern geht. Für ein Stück wechseln sich immer wieder unbefestigter Untergrund und Asphalt ab, bis wir schließlich auf einen schmalen Waldweg kommen. Von hier führt der Weg uns in regelmäßigen Abständen an Aussichtspunkten vorbei, von denen aus man einen super Blick auf den See genießen kann. In den meisten Fällen ist dort auch immer eine Bank zu finden, die zur einer kurzen Pause einlädt.

Wir folgen immer weiter der Beschilderung und wechseln immer mal wieder zwischen Feld und Wald. Die Wege sind abwechselnd mal breite Forstwege aber auch dann wieder urige Pfade.

Den Großteil des Weges bewältigen wir ohne, dass uns jemand begegnet, sodass wir die Ruhe im Wald voll und ganz genießen können. Nach einigen Kilometern befinden wir uns oberhalb der Staumauer am letzten Aussichtspunkt der Tour, von hier aus kann man einen einmaligen Blick auf das Ende des Sees und die Staumauer genießen. Von hier aus ist es noch ein kurzer Abstieg hinab zum Auto.

 

Da wir die Tour früher als gedacht beendet haben und nicht mehr solange warten wollen bis es dunkel wird, um noch die beleuchtete Staumauer zu sehen, beschließen wir die Heimreise anzutreten und bei einem garantiert nächsten Besuch am Edersee die Staumauer in den Abendstunden anzusehen.