Der Oranierpfad rund um Dillenburg

Tourenbeschreibung:

Am 20.03.2017 geht es mal wieder auf eine Themenrunde in der Heimat. Geplant ist der Oranierpfad im benachbarten Dillenburg.

Morgens, nachdem wir uns mit einem Frühstück beim ortsansässigen Bäcker eingedeckt haben, fahren wir nach Donsbach, um von dort aus zu starten.

Das Auto wird auf einem kleinen Wanderparkplatzt abgestellt und los geht es bei wechselhaften Wetter. Wir entscheiden uns entgegen dem Uhrzeigersinn zu laufen und kommen auch schnell von den Feldwegen in den Wald. Dort gibt es direkt eine kleine Rastmöglichkeit, mit vielen Informationstafeln wie zum Beispiel zur Photosynthese und dem Treibhauseffekt. Hier kann man sein Wissen aus der Schule gut auffrischen.

 

Wir folgen dem Wegverlauf ein ganzes Stück bergab, bis wir oberhalb der A45 auf Höhe Tal-Tempe in Dillenburg aus dem Wald kommen. Schon im Wald hörte man die nahende Autobahn, die die Vögel mit ihrem Gezwitscher und Gesang mühevoll versuchen zu übertönen, jedoch leider vergeblich. Wir überqueren auf einer der zahlreichen Brücken die Autobahn und erreichen kurze Zeit später Dillenburg.

Am Rande von Dillenburg führt der Weg auf Wald und Forstwegen bis zum Aussichtspunkt „Böttgers-Lust“. Hier ist ein kleiner Pavillon von dem aus wir den Güterbahnhof und den südlichen Teil Dillenburgs sehen können. Die ersten Frühlingsboten, wie Krokusse in gelb und lila begegnen uns dort und erinnern uns daran, dass heute kalendarischer Frühlingsanfang ist. Inzwischen hat sich auch die Sonne hervor gekämpft und gibt diesem Tag angenehmere Temperaturen.

 

Auf schmalen Pfaden geht es weiter durch den Wald, bis wir zu einer kleinen Brücke kommen, welche wir überqueren. Anschließend folgen wir der asphaltierten Straße durch bewohntes Gebiet nach Niederscheld. Am Ortseingang werden wir durch ein Ortsschild aus Holz und einer Bepflanzung aus Stiefmütterchen empfangen.

Eine Brücke führt uns über die Schelde. In Niederscheld müssen wir kurzzeitig nach der blau-orangen Beschilderung des Oranierpfades suchen. Wir finden den Weg durch die Ortschaft und begehen den Waldlehrpfad, der von der Vogelschutzgruppe 1962 e.V. Niederscheld angelegt worden ist und gepflegt wird. Hier gibt es die nächsten interessanten Informationen zu verschiedenen Bäumen. Auf einer Wiese sind die Bäume, die Baum des Jahres waren, gepflanzt worden, mit weiteren Hinweisen.

Nach dem Exkurs treffen wir auf den Lahn-Dill-Berglandpfad. An einem Aussichtspunkt genießen wir den Blick über den Lahn-Dill-Kreis. Auch vom Gleichenhäusschen kann man den Ausblick noch einmal genießen, vor allem über Niederscheld.

Der Weg führt jetzt zurück, erneut durch Niederscheld, nach Dillenburg. Vorbei an Firmengeländen, wieder in den Wald. Der nächste Aussichtspunkt lässt nicht lange auf sich warten. Von hier aus, sehen wir sehr gut den 37m hohen Willhelmsturm von Dillenburg. Dort befindet sich das Oranien-Nassauische Museum und im Kellergewölbe die ehemalige unterirdische Verteidigungsanlage, die Kasematten, die im vergangenen Jahrhundert freigelegt wurden. Öffnungszeiten und Informationen zu Sonderausstellungen findet man auf der Homepage des Dillenburger Museumsverein (http://www.dillenburger-museumsverein.de/index.htm).

Der Wilhelmsturm dient dem Standesamt Dillenburg auch als Räumlichkeit für Eheschließungen.

Unser Weg führt weiter durch den Wald und Teile von Dillenburg, bis hin nach Sechshelden. Hier verlieren wir auf Grund einer Baustelle kurzzeitig die Wegmarkierung und gehen auf dem Weg weiter auf dem wir sind. Er führt uns durch den Ort, vorbei an kleinen Fachwerkhäusern. Da wir im Ort keine Markierungen mehr finden bemühen wir zum ersten Mal an diesem Tag das Navigationsgerät, welches uns mitteilt, dass wir mitlerweile ein ganzes Stück vom Weg entfernt sind. Wir überqueren eine kleine Brücke und verlassen den Ort wieder in Richtung Dillenburg, um nach ein paar hundert Metern wieder auf dem Oranierpfad anzukommen.

Von dort aus steht uns der letzte Aufstieg bevor. Der Weg führt uns vorbei an Feldern und über Waldwege hinauf nach Donsbach. Bevor wir unser Auto erreichen überqueren wir noch einige Felder und Weiden.

Das letzte Stück des Oranierpfades gehen wir nicht mehr nach Beschilderung sondern folgen den weiten Wiesen, um einen schönen Ausblick in Richtung Haiger zu genießen.

Zu Hause angekommen, lassen wir den Tag mit warmen Kakao und Schwarzwälderkirsch Torte ausklingen.

 

Fazit:

Es gibt auf dem Oranierpfad schöne Ausblicke, die Strecke ist bis auf wenige Ausnahmen gut markiert und sorgt häufig für Abwechselung. Allerdings vermisst man oftmals die Ruhe und Abgeschiedenheit im Wald da ein Großteil des Weges in der Nähe von viel befahrenen Straßen verläuft.

 

Überblick und Bewertung zur Tour:

Tourenlänge 25,5 km
Gehzeit 330 min
Pfadanteil / Wegbeschaffenheit ●●
Sehenswürdigkeiten / Ausblick ●●●
Schwierigkeit ●●●
Netzabdeckung ●●●
Weiterempfehlung ●●●

Informationen zu den Bewertungspunkten und Kriterien

 

GPS-Daten zur Tour: