Beef Jerky selbst gemacht

Da wir auf unseren Touren mittlerweile recht gerne Beef Jerky essen und wir jedes Mal von dem Preis schockiert sind, was so eine kleine Packung getrocknetes Fleisch kostet, haben wir uns nach Alternativen umgesehen.

Schnell war klar, wie dörren unser Rindfleisch selbst. Nach einiger Internet Recherche haben wir recht schnell herausgefunden, was dazu nötig ist und wie das Ganze funktioniert.

Das Ergebnis, wir bestellten uns einen Dörrautomaten, ein Buch, welches das Thema dörren behandelt und in dem es zahlreiche Rezepte, nicht nur für Fleisch, gibt.

Dann kam das erste Wochenende mit dem neu erworbenen Automaten und wir wollten ihn direkt ausprobieren.

Der erste Versuch

Da wir das gekaufte Beef Jerky immer in der Geschmacksrichtung Original, also ohne spezielle Gewürze oder Marinade kaufen, wollten wir versuchen dieses nachzustellen.

Wir haben das Fleisch in Streifen geschnitten, es auf den einzelnen Ebenen des Dörrautomaten verteilt und das Gerät eingeschaltet. Der Anleitung und dem Buch konnten wir entnehmen, dass Stufe 2 (60°C) und eine Dörrzeit von 10 Stunden ein guter Anfang sind.

Wir stellten dies ein und ließen das Gerät über Nacht laufen. Erstaunlicherweise konnte man zu Beginn des Dörrvorgangs fast zusehen, wie das Fleisch anfängt zu schrumpfen.

Am nächsten Morgen hat sich das Gerät selbstständig nach Erreichen der 10 Stunden abgeschaltet. Wir entnehmen das gedörrte Fleisch und sind erstaunt, dass es durchaus Ähnlichkeit mit dem Beef Jerky hat, welches wir sonst kaufen. Es ist zwar etwas dunkler aber von der Oberfläche besteht durchaus Ähnlichkeit.

Nun ging es ans Probieren und sogleich kam die Ernüchterung. Der erste Eindruck im Mund wirkte wie ein Stück Pappe auf dem man herum kaut. Nach und nach kam zu dem Pappgefühl dann der Geschmack, jedoch leider nicht der Geschmack, den wir uns erhofft hatten. Es schmeckte eher wie altes Rindfleisch, welches man zu lange aufgehoben hat.

Somit stellten wir fest, wir brauchen neues Fleisch und einen neuen Versuch mit geänderten Bedingungen.

 

Der zweite Versuch

Da der erste Versuch gänzlich in die Hose gegangen ist, haben wir uns an einen neuen gewagt. Diesmal haben wir eines der zahlreichen Marinade Rezepte angerührt und das Fleisch über Nacht darin eingelegt. Am nächsten Morgen wurde das Fleisch dann noch schön sauber getupft und von der restlichen Marinade befreit und es ging ab in den Dörrautomaten. Da das Ergebnis das letzte Mal Staubtrocken war, haben wir uns diesmal dazu entschieden, die Temperatur niedriger zu wählen und die Zeit dafür etwas länger. Somit schalteten wir das Gerät ein, bei Stufe 1 (40°C) und 11 Stunden.

Am Abend dann die Überraschung, der Dörrautomat ist fertig und das Ergebnis durchaus genießbar. Es ist immer noch ein wenig staubig im Biss hat aber einen angenehmen Geschmack, fast so wie die gekaufte Variante.

Der dritte Versuch

Da der Urlaub vor der Tür stand und wir für unsere Touren gerne ein wenig Beef Jerky mitnehmen wollten, haben wir uns an den dritten Versuch gewagt. Die Marinade vom 2. Versuch hatte uns so überzeugt, dass wir diese beibehalten haben. Jedoch haben wir die Zeit des Dörrens von 11 auf 9 Stunden reduziert, was zur Folge hatte, dass wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis waren. Wir konnten allerdings feststellen, dass es deutlich besser ist, wenn das Fleisch nicht ganz so dünn geschnitten ist. Denn dann wird es nicht so trocken und zäh, zudem kommt es der Konsistenz von gekauftem Beef Jerky sehr nahe.

Das Rezept für die Marinade

Das Rezept, welches wir verwendet haben, wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Für 1kg Fleisch:

1/4 Tasse Sojasauce
1 EL Worcestersauce
1/4 TL Pfeffer
1/4 TL Knoblauchpulver
1/2 TL Zwiebelpulver
1 TL Salz

 

 

Fazit

Ein Dörrautomat ist eine super Anschaffung, wenn man gerne und viel gedörrte/getrocknete Lebensmittel mitnimmt und diese auf Dauer zu teuer sind zu kaufen. Es gibt zahlreiche Bücher, die einem Ideen und Rezepte zum Dörren liefern. Wir nutzen den Dörrautomaten aktuell hauptsächlich um Beef Jerky herzustellen.

Nach 3 Versuchen hatten wir eine, für uns, sehr ansprechende Qualität des Jerkys. Sicherlich kann man dies nach und nach noch optimieren und damit experimentieren, jedoch hat man gemerkt, dass Beef Jerky selbst herstellen, gar nicht so schwer ist wie zunächst gedacht.

Die Erfahrung zeigt allerdings auch, dass man das Beef Jerky zeitnah verzehren sollte, da es nicht so lange haltbar ist, wie gekauftes.