Die Geierlay bei Mörsdorf

Am 27.05.2016 starteten wir, nach einer regnerischen Nacht im Auto, unsere Tour zur längsten Hängeseilbrücke Deutschlands. Nach einem stärkenden Frühstück in der Natur, fahren wir nach Mörsdorf. Dort sind die Parkplätze gut ausgeschildert und so finden wir schnell einen Parkplatz, direkt am Besucherzentrum.

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Besucher werden darum gebeten, ausschließlich die zur Verfügung stehenden Parkflächen zu nutzen. Für Wohnmobile stehen eigene Parkflächen zur Verfügung. Die Straßen im Ort sind für Anwohner mit Parkausweisen vorgesehen.

Die Gebühren für den Parkplatz sind überschaubar. Von 9:00 Uhr – 21:00 Uhr werden diese erhoben und eine Mindestdauer von 4 Stunden für 2 Euro ist angemessen. Maximale Parkzeit sind 2 Tage und 6 Stunden.

Nach einem Stück durch den Ort, beginnt der Wanderweg auf schmalen Pfaden Richtung Hängeseilbrücke. Da es noch früh am Morgen ist, ist diese noch überschaubar besucht, was auf dem Rückweg schon anders aussehen wird.

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Die Brücke wurde, nachdem dieses Projekt 2006 schoneinmal verworfen wurde, dann doch 2010 geplant. Im Jahr 2015 startete der Bau. Nach nur einem halben Jahr Bauzeit und Investitionen von 1,2 Millionen Euro, war das Meisterwerk geschafft. Besucher können die Überquerung kostenlos genießen auf einer Wegbreite von 85-125 Zentimeter.

Auch Radfahrer können die Konstruktion überqueren, werden aber gebeten das Rad zu schieben.

Die 360m lange Geierlay ist stabil an Drahtseilen verankert und wankt kaum beim Hinübergehen. Sie hält 50 Tonnen Maximallast aus. Bei extremen Wetterbedingungen wird sie geschlossen.

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Von der Brücke aus genießen wir den Ausblick über das bewaldete Gebiet . Auf der anderen Seite angekommen, folgeen wir den breiten Forstwegen entlang von bunt blühenden Wiesen.

Um die Hängeseilbrücke befinden sich zahlreiche Wander und auch Rundwege, die man als Wanderer bestreiten kann. Zudem gibt es einen offiziellen Geierlay Rundweg der ca. 8 km lang ist.

Diesen Rundweg nutzen wir als groben Anhaltspunkt, erweitern Ihn aber durch ein paar Sehenswürdigkeiten.

Von der Brücke aus gehen wir vorbei an Soßberg, über Feldwege und asphaltierte Straßen durch das Tal des Soßbergbachs in Richtung Mastershausen.

Auf dem Weg biegen wir in einen kleinen Feldweg ein, der uns auf einen schmalen urigen Pfad führt und uns im Anschluss einen schönen Aussichtspunkt mit anschließendem Abstieg ins Tal beschert.

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Im Tal angekommen weißt der Fluss den Weg, denn es geht über einen schmalen Pfad immer entlang des Flusses, vorbei an einer kleinen Höhle, bis zu einer Rastmöglichkeit mit Bank und Tisch bei der besonders an die Wanderer gedacht wurde. Dort gibt es einen Scheibenabzieher, den man bei nassem Wetter zum Trocknen der Bank nutzen kann.

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Dies fanden wir eine schöne Besonderheit, die lobend erwähnt werden will.

Nachdem wir die Rastmöglichkeit passiert haben geht es wieder ein klein wenig bergauf, weiter zurück in Richtung Geierlay.

Das wir dieser immer näher kommen, merken wir auch unter anderem daran, dass die Besuchermassen von Schritt zu Schritt mehr werden.

Nur dieses Mal gehen wir nicht über die Brücke, sondern unter ihr hindurch, um auf der anderen Seite wieder hinab ins Tal abzusteigen.

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Der Wegverlauf im Tal führt uns über zahlreiche Brücken und Pfade, bis letztendlich der letzte Aufstieg zurück nach Mörsdorf bevor steht.

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Kurz vor Ende des Aufstiegs entdecken wir noch ein kleines Gipfelkreuz. Dabei waren wir schon voller Hoffnung uns mal wieder in einem Gipfelbuch verewigen zu können. Jedoch war leider keins vorhanden. Dennoch hat sich der Weg zum Kreuz gelohnt, da man von dort noch einmal einen super Blick auf die Brücke genießen kann.

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Fast in Mörsdorf angekommen durchstreifen wir noch einige Felder, die einen schönen Weitblick über die Landschaft möglich machen.

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Das letzte Stück zurück zum Parkplatz führt durch den Ort.

 

Die Tour um die Geyerlay war ein schöner Tagesausflug, den man auch durchaus mit Kindern machen kann, jedoch sollte man am Wochenende früh aufbrechen, weil es zur Mittagszeit doch sehr voll wird bei gutem Wetter.

Leider mussten wir am Ende der Runde feststellen, dass wir uns von der Brücke doch etwas mehr erhofft hatten und die Wege und kleinen Besonderheiten drum herum doch deutlich schöner und interessanter sind.

Diese bleiben den meisten aber wahrscheinlich verborgen, da sie nicht in unmittelbarer Nähe zur Brücke liegen.

Wir sind der Meinung, dass eine Anreise nach Mörsbach, nur um die Brücke zu sehen, nicht lohnt. Sollte man es allerdings wie wir, mit einer etwas größeren Wanderung verbinden, ist sie ein schöner Zusatz, der die wunderschöne Landschaft im Hunsrück noch etwas aufwertet.